ALMA PROJECT_

 

Berlin [Copper Tour]

Standen in der ersten Phase die Kupfermine von Chuquicamata und das astronomische Observatorium ALMA im Zentrum des Projektes, so konzentriert sich nun, in der dritten Phase der Arbeit, das Interesse auf den geografischen und zeitlichen Raum in Europa mit besonderem Fokus auf Berlin. Die räumlichen Koordinaten die Alma Project zu Grunde liegen, verbinden sich von der Atacama Wüste aus mit diesem dritten “chrono-geografischen” Knoten, um einen physischen und virtuellen Weg durch die Archive der Exilierten zu zeichnen.

Diese Phase des Projekts soll nun die von exilierten Südamerikanern in Europa seit Ende des 19. Jahrhunderts angelegten Archive und vor allem jene Archive der Exilierten der lateinamerikansichen Diktaturen des 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt rücken.
In Berlin finden sich die weltweit grössten Bestände über die jüngere chilenische Geschichte. Der Grund hierfür liegt im massiven Exil der Chilenen nach Ost- und West-Berlin während der Jahre der Pinochet Diktatur.

Berlin Copper Tour ist eine Reise in Raum und Zeit, um sich auf die Suche nach Material zu begeben, das in den verschiedenen Archiven und Bibliotheken Berlins aufbewahrt wird.
Die Tour eröffnet einen neuen Weg durch die Stadt, mittels einer Audio Tour, die sich der interessierte Benutzer auf sein Handy, PDA oder Mp3-Player herunterladen kann. Alternativ kann der Guide auch als PDF ausgedruckt werden.

Die begleitende Webseite, als auch die Audio Tour sollen zunächst in deutscher, spanischer und englischer Sprache abrufbar sein.
Der Benutzer soll auf der Webseite ebenfalls Zugriff auf weitere Orientierungs Dispositive erhalten, die ihm helfen sollen der Route zufolgen. Die Audio Tour gibt u.a. Auskunft über historische,
soziale, politische und ökonomische Zusammenhänge, die zwischen dem “befreiten” Material aus den Archiven und “Komplizen” des Projekts bestehen bzw. entstehen werden.